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Ockstadt Holarkapelle krokodilzoo krokodile mörler beliebte weidmann-grohe Arbeitsgemeinschaft der Ockstädter Ortsvereine under Motto: Gemeinsam machen wir es möglich. Vorsitzender der ARGE Karl-Günter-König

Die Grundrißgestaltung Ockstadts zeigt, daß Ockstadt ursprünglich als Haufendorf anzusehen ist und später durch einen weiteren Ausbau bei einer steigenden Bevölkerung zu einem Haufenwegdorf wurde.

Das Wegenetz des Ortskernes ist unregelmäßig und planlos. Durch den Ausbau des Ortskerns und die weitere Bebauung zwischen den Straßen wurde stellenweise, da die Besitzer der Hofreiten zu ihren Grundstücken kommen mußten, zahlreiche Sackgassen in die schon bestehende Siedlungsstruktur hineingetrieben.
Insgesamt bietet das Straßennetz des Ortskerns ein unregelmäßiges Bild mit zahlreichen Verästelungen, und es besteht keine dominierende Richtung der Straßen.

Wahrscheinlich die ältesten Gebäude Ockstadts sind die Türme und Mauern der Burg, die Gottfried von Cleen 1490 bauen ließ.
Das alte Ockstadt umfaßte den Bereich der Bachgasse, Hintergasse, Brunnengasse und Pfarrgasse. Dazu gehörte noch die Burg, die von dem übrigen Ockstadt durch einen Wassergraben und eine Zugbrücke getrennt war. Etwas abseits vom Dorf lag , in der Verlängerung der Bachgasse, die Weidmann's Mühle, die als einzige der drei Mühlen, die Ockstadt besaß, heute noch in Form eines landwirtschaftlichen Anwesens besteht.

Das Dorf selbst war von Gräben umgeben und konnte nur durch drei Pforten verlassen werden. Von den Gräben ist der Leihgraben im Süden des alten Ortskernes noch erhalten. Der Verlauf des anderen Grabens, des Haingrabens, kann man an dem Verlauf der Hofgrenzen im Westen und Norden des alten Ortskernes noch gut verfolgen. Die drei Pforten hießen das Waidthor, das Unter- und das Oberthor.
Die Oberpforte schloß die Bachgasse nach Westen ab. Durch sie wurde das Vieh in den Wald auf die Sauweide getrieben.
Das Waid- und das Oberthor waren die Durchgangsstellen nach Nauheim und Friedberg, wobei durch das Waidthor Vieh auf die Wiesen in Richtung Friedberg getrieben wurden.
Wahrscheinlich war die Unterpforte der Durchgang nach Bad-Nauhein und lag etwas vor der Kreuzung Waldstraße-Nauheimer Straße, während die Waidpforte die Verbindung in Richtung Friedberg herstellte und etwas südlich der Kreuzung Bachgasse-Friedberger Straße zu finden war. In diesem alten Ortskern wohnten fast ausschließlich Landwirte, die die Felder der Gemarkung Ockstadt bewirtschafteten. Dieser alte Kern stammt wahrscheinlich aus der Zeit nach dem 30- Jährigen Krieg, da Ockstadt während dieses Krieges stark zerstört wurde.

Die erste Kirche Ockstadts, die in die Kleeberg´sche Zeit fällt, war ein einfacher gotischer Bau; während des 30-Jährigen Krieges wurde sie stark in Mitleidenschaft gezogen und 1706 endgültig abgebrochen. In demselben Jahr wurde der Bau einer neuen Kirche begonnen, die 1714 eingeweiht wurde. Aber auch diese Kirche ist heute nicht mehr erhalten, sondern 1910 wurde auf derselben Stelle die heutige Pfarrkirche Ockstadts gebaut.

Vor der Pfarrkirche befindet sich das alte Rathaus, das heute wieder bewohnt wird und aus dem Jahre 1728 stammt.

In dieselbe Zeit fällt auch der Bau der beiden Zehntscheuern im Franckensteiner Schloß, die heute von den "Behinderten Werkstätten" genutzt werden. In der nächsten Periode von 1860-bis 1900 wurde der Ausbau der Friedberger Straße, der Nauheimer Straße und der Bachgasse fortgesetzt und die Bebauung der Waldstraße begonnen. Die Bauherren waren meistens Landwirte, die aus der engen Ortslage herauskommen wollten, um bessere Arbeitsmöglichkeiten und damit größere Scheunen und Ställe zu erhalten. Das Dorf selbst war immer noch landwirtschaftlich orientiert. Nur wenige Handwerksbetriebe gab es in dieser Zeit in Ockstadt, die aber auch fast ausschließlich für den landwirtschaftlichen Bedarf arbeiteten.

207 Wohnhäuser gab es 1871 in Ockstadt, 1900 waren es erst 36 mehr, das deutete doch auf eine geringe Bautätigkeit in dieser Zeit hin. Auch von 1900 bis 1920 ist nur eine geringe Erweiterung des Dorfes zu bemerken. Wahrscheinlich übte der Krieg einen starken Einfluß auf die Bautätigkeit aus. Weiter ausgebaut wurden die Friedberger Straße, die  Nauheimer Straße und die Bachgasse. Neu erschlossen wurde der obere Teil der Schulstraße und ein Teil der Oberwöllstädterstraße, daneben wurden noch Lücken in bereits bestehenden Straßen geschlossen. Zu einem großen Teil handelt es sich wieder um landwirtschaftliche Gehöfte, aber stellenweise werden auch Einfamilienhäuser gebaut, die Arbeitern, die hauptsächlich in Friedberg bei der Bahn arbeiteten, gehörten. Aber auch diese Arbeiter waren bäuerlich orientiert, da sie sich oft im Nebenerwerb landwirtschaftlich betätigten. War der Ausbau bis jetzt unregelmäßig und an bereits bestehenden Straßen orientiert, so wurde in der Zeit von 1920 bis 1945 zusammenhängende Flächen im Süden des Dorfes bebaut. Der Bereich umfaßte die Schloßstraße, Taunusstraße, Leihgrabenstraße und die Gartenstraße, daneben wurden die Waldstraße und die Ober-Wöllstädterstraße weiter ausgebaut. Bauträger waren in der Mehrheit Arbeiter und Handwerker, außerdem waren wieder einige landwirtschaftliche Betriebe im Ortskern aufgegeben worden und am Ortsrand neu angesiedelt worden.
Bedingt durch den Krieg und die Kriegsfolgen wurde in den Jahren 1945 bis 1950 in Ockstadt nicht gebaut.

Danach vollzog sich aber ein Aufschwung, der die Struktur und das Bild von Ockstadt vollständig veränderte. In nur 17 Jahren, also von 1950 bis 1967 vollzog sich die größte Siedlungserweiterung, so wurden in diesem kurzen Zeitraum allein 136 Wohnhäuser neu errichtet. Dadurch bildet sich im Süden des alten Ortskernes ein neues Viertel, das fast ausschließlich aus Einfamilienhäusern besteht. Im Gegensatz zum Ortskern herrscht hier eine regelmäßige, geplante Straßenführung vor. Die Häuser stehen größtenteils in einer Flucht und sind meistens von kleinen Gartengrundstücken umgeben. Bewohner dieser Häuser sind fast nur Arbeiterfamilien. Begünstigt wurde diese Entwicklung nach dem Kriege durch den starken Zustrom von Flüchtlingen in Ockstadt. Daneben macht sich auch bei den einheimischen Arbeiterfamilien ein Trend zum Einfamilienhaus bemerkbar, der dazu führt, daß diese Familien den Ortskern verlassen und in neue, schöne Einfamilienhäuser ziehen. Auch landwirtschaftliche Betriebe gingen in den letzten Jahren aus dem Ortskern hinaus und, siedelten sich am Ortsrand an, wo weit bessere Arbeitsbedingungen auf sie warteten. Ein landwirtschaftlicher Betrieb siedelte sich am Stachetenweg an und zwei am Ende der Ober-Wöllstädterstraße. Während die Erschließung der Friedenstraße, Sudetenstraße und der Franckensteinstraße bis 1960 beendet war, wurden die Ritterstraße, die Berliner Straße und die Königsbergerstraße erst in den letzten Jahren bebaut.

Auch kleine Handwerksbetriebe ließen sich in den neuen Viertel nieder, vor allem aber in der von Franckensteinstraße. Neben der Bautätigkeit im Süden des Dorfes wurden Lücken im bisherigen Ortsbereich geschlossen. Wie Bürgermeister Grimmel damals mitteilte, wird das an das Dorf angrenzende Gelände im Westen und Osten weiter erschlossen. Allerdings hat erst kürzlich eine Siedlungsgesellschaft ihre Absicht bekanntgegeben, im Westen der heutigen Ortslage nicht zu bauen. Dies wird dazu führen, daß Ockstadt verstärkt in Richtung Friedberg nach Osten hin wachsen wird. Vorgesehen als Bauland sind die Allmendstücke, die sich bis jetzt in Gemeindebesitz befinden.

Die Hofformen und der Funktionswandel der Gebäude:

Der älteste erhaltene Teil des Dorfes sind die Türme und Mauern der Burg, die Gottfried von Cleen um 1490 erbaut hat. Diese Anlage stellt den Typ einer Donjon-Burg dar. Die Burg selbst war von Wassergräben umgeben und konnte nur über eine Zugbrücke betreten werden. Während des 18. Jahrhunderts wurden die großen Zehntscheuern gebaut, die auch 1952 noch einen landwirtschaftlichen Zweck erfüllen, indem sie, da sie heute im Eigentum der Gemeinde sind, von dieser an Landwirte aus Ockstadt verpachtet werden. Einen Teil dieser Scheuern benutzt auch die Obstbaugenossenschaft "Vordertaunus" zur Entgegennahme des Obstes von den Anbauern aus Ockstadt. Nach EHEMANN gehören die Gehöfte der Wetterau nach ihrer Form zu dem Typus des "Mitteldeutschen Gehöftes".

Gabriele Schwarz unterscheidet dabei Seiterhöfe und Kanterhöfe die an einzelnen Beispielen in Ockstadt beschrieben werden sollen, wobei sich die Kanterhöfe durch die durchlaufende Firstlinie von den Seiterhöfen unterscheiden.
Einen Zweiseiter oder Hakenhof stellt das Gehöft Hintergasse 9 dar. Diese Gehöftform ist wohl die verbreiteste in Ockstadt und bildet wahrscheinlich die Grundform für die später beschriebenen Hofreiten.
Das Wohnhaus steht bei diesem Hakenhof mit der Giebelseite an der Straße, während nach hinten eine Scheuer den Hof abschließt, und dabei das Wohnhaus und die Scheuer nicht miteinander verbunden sind. Auf der dritten Hofseite steht durch die enge Bebauung im Ortskern im Allgemeinen das Wohnhaus oder ein Wirtschaftsgebäude des nächsten Hofes.

Eine Form der Kanterhöfe ist bei dem Gehöft Pfarrgasse 9 zu beobachten. Ursprünglich handelte es sich hier um einen Zweikanter, durch den Kauf eines Wohnhauses gehört jetzt auch die dritte Hofseite zu dem Gehöft. Da dieses neuerworbene Haus als Stall und Wirtschaftsgebäude genutzt wird, könnte man diesen Hof jetzt als Dreikanter bezeichnen, da alle drei Hofseiten miteinander verbunden sind.

Einen Dreiseiter stellt das Gehöft Brunnengasse 30 dar. Der Hof ist auf drei Seiten von Gebäuden umgeben, die keine durchgehende Firstlinie besitzen. Eine besondere Form des Dreikanters zeigt die Hofreite Pfarrgasse 7. Das Wohnhaus steht nicht mit der Giebelseite zur Straße, sondern mit der Breitseite, durch die eine Einfahrt fährt. Sehr wahrscheinlich war diese Einfahrt früher mit einem "Hüttenberger Tor" abgeschlossen. Heute dient wie bei allen anderen Gehöften in Ockstadt ein kleines Tor als Hofabchluß. Hinter dem Wohnhaus schließen sich in einem rechten Winkel die Stallungen ab, während parallel zum Wohnhaus die Scheune den Hofabschluß bildet. Die vierte Hofreite wird durch das Wohnhaus eines anderen Hofes abgeschlossen. Einen Vierseiter bildet das Gehöft Hintergasse 12. Das Wohnhaus steht mit der Traufseite zur Straße hin, nach hinten schließt die Scheune den Hof ab, während sich auf beiden Seiten des Hofes Stallungen befinden. Nur durch geringfügige Abweichungen unterscheiden sich die anderen Hofreiten von den eben beschriebenen Hofformen.

Eine besondere Form stellen die Hofreite Bachgasse 73 und der Löwenhof dar, die zu der Gruppe der Herrenhöfe zu rechnen sind. Auch der Herrenhof gehört nach "K. Eheman", zu den Formen, die sich aus dem Halb- oder Hakenhof entwickelt haben. Seine Stellung im Dorf und seine historische Bedeutung haben ihn aber von den übrigen Höfen ab, Oft sind, diese Herrenhöfe Mühlen oder Einzelhöfe, die sich außerhalb der Ortslage befinden. Die Hoffläche ist  meistens größer und von mehr Gebäuden umgeben als bei den anderen Gehöften.Bei der Hofreite Bachgasse 73 handelt es sich um die ehemalige Weidmann's Mühle, die noch bis 1952 ihrem Zwecke diente.

Heute bildet das alte Mühlrad eine Erinnerung an diese Nutzung.

Der Löwenhof steht dort, wo früher das ausgegangene Dorf Ober-Straßheim lag. Der Gutshof befindet sich im Besitz den Freiherrn von Franckenstein und hat früher den Herren Löw zu Steinfurth gehört. Mehrere Gebäude umgeben den Hof, der nicht durch ein Tor abgeschlossen ist, sondern nach allen Seiten durch Wege verlassen werden kann. Besonders imposant ist das große Wohnhaus, das sich beträchtlich von den Wohnhäusern der anderen Hofformen unterscheidet.

Während. es sich bei der Mühle nur um eine kleinere Form des Herrenhofes handelt, ist bei dem Löwenhof ein typischer Herrensitz zu sehen, der auch längere Zeit von einem "Herr" mit Gesinde und Knechten bewohnt war. Außer bei dem eben beschriebenen Löwenhof sind die Hofflächen klein, wie die folgende Tabelle zeigt:

0,5- 2 ha LN 4a 
2 - 5 ha LN 4a
5 -10 ha LN 5 a
10 -20 ha LN 8 a
über 20 ha LN 87 a


Dabei ist ersichtlich, daß nur der Gutshof mit 87 a über eine ausreichende Arbeitsfläche von den alten Gehöften verfügt. Im Ort überwiegen die kleinen Höfe, die eine arbeitswirtschaftliche Erschwernis wegen mangelnder Wende- und Durchfahrtsmöglichkeit mit sich bringen. Auch aus diesem Grund wurde in Ockstadt oft die Landwirtschaft aufgegeben, da man sich nicht mit Krediten belasten wollte, um einen modernen Hof am Ortsrand zu bauen, wie die Besitzer der Hofreiten Oberwöllstädterstraße 17 und. 19. Das Wohnhaus steht mit der Giebelseite zur Straße, darauf folgt ein Stall in der Verlängerung des Wohnhauses. An diesen Stall schließt sich rechtwinklig eine große Scheune an, die den Hof nach hinten abschließt. Auf der dritten Seite befindet sich wieder ein Wirtschaftsgebäude. Diese Gebäude stehen um einen großen Hof, zu dem zwei Einfahrten bestehen, so daß eine gute Durchfahrtsmöglichkeit besteht. Moderne Stall- und Maschinenanlagen tragen noch zur Rentabilität dieses Betriebes bei.

Das Gehöft Oberwöllstädterstraße 19 zeigt fast ähnliche Verhältnisse. Die früheren Hofreiten dieser Betriebe befanden sich in der Nauheimer Straße 12 und in der Friedberger Straße 1, wo aber die Arbeitsverhältnisse äußerst ungünstig waren, weswegen sich die Betriebsinhaber Ende der 5Oer Jahre zur Aussiedlung an den Ortsrand entschlossen. Eine Aussiedlung in die Feldgemarkung war nicht möglich, da in Ockstadt die zweite Flurbereinigung noch nicht durch-geführt wurde, und das Land dieser Betriebe sich noch in Streulage befindet. Eine andere Art die Arbeitsverhältnisse zu verbessern, ist der Bau von Feldscheunen, die sich überall in Ortsnähe in der Gemarkung befinden. Weiterhin werden im Ort benachbarte Häuser und Wirtschaftsgebäude, die nicht mehr benutzt werden, aufgekauft, um bessere Arbeitsmöglichkeiten zu bekommen. Mit dem Wechsel in der Lebensform durch die fortschreitende Industrialisierung wurde auch die Landwirtschaft oft ganz aufgegeben oder nur noch im Nebenerwerb geführt. In Ockstadt werden heute noch viele Betriebe im Nebenerwerb geführt, während die nicht mehr im Haupt- oder Nebenerwerb benutzten Wirtschaftsgebäude heute anderen Zwecken dienen.

Dabei ist zu sehen, daß einst das ganze Dorf landwirtschaftlich geprägt war, und es schon früh eine Aussiedlung an den Ortsrand gegeben hat, da der obere Teil der Nauheimer Straße und Teile der Friedberger Straße erst in der Zeit von 1900-1920 gebaut worden sind, und heute diese Höfe teilweise nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden. So bestand also noch bis 1920 eine Ausweitung der landwirtschaftlichen Betriebszahl, da die Gehöfte im Ortskern weiter durch die Realteilung durch ein Familienmitglied bewirtschaftet wurde, während der Miterbe sich oft ein landwirtschaftliches Gehöft am Ortsrand baute. Auch in der Zeit von 1920-1945 wurden noch Hofreiten in Ockstadt gebaut, aber es überwiegt beim Häuserbau die Wohnfunktion, und im Ortskern wird schon vereinzelt die Landwirtschaft im Haupterwerb aufgegeben. Eigentlich erst nach dem 2. Weltkrieg trat durch den Zuzug der Flüchtlinge, die andere Lebensgewohnheiten mit sich brachten und der Unrentabilität der Betriebe, eine Änderung in der Wirtschaftsstruktur ein. Viele Betriebe wurden ganz aufgegeben, andere nur noch im Nebenerwerb bewirtschaftet, und ein Teil der ehemaligen landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude wird als Geräteschuppen für die Obstnutzung gebraucht, durch die heute noch die Bevölkerung von Ockstadt eng mit der Landwirtschaft verbunden ist.

Weiterhin finden diese früheren landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude eine Verwendung als Garagen, Kleintierställe, Schuppen, Lagerräume oder stehen einfach leer. Am meisten aufgegeben wurde die Landwirtschaft im alten  Ortskernt wo besonders ungünstige Verhältnisse bestanden, während in der Waldstraße, Friedberger Straße und der Ober-Rosbacher Straße noch der landwirtschaftliche Betrieb oft erhalten bleibt, da diese Hofreiten größtenteils erst nach 1900 gebaut worden sind, und damit noch etwas moderner und wirtschaftlicher sind als die Gehöfte in der Brunnengasse, Hintergasse und Pfarrgasse. Gleichzeitig setzt der Bau eines neuen Wohnviertels im Süden der Ortslage ein, so daß auch hier jetzt viele alteingesessene Familien von Ockstadt wohnen, die oft auch Obstbau betreiben. Da nur wenige Geräte, wie Leitern und Körbe für die Obsternte benötigt werden, genügt auch nicht selten der Keller des Wohnhauses als Unterstellraum.

Bei diesem Neubaugebiet handelt es sich fast um ein reines Wohnviertel. Nur wenige Nebengebäude sind neben den Wohnhäusern vorhanden, die als Kleintierställe, Schuppen oder Garagen dienen. Den größten Anteil an diesen Wohnhäusern stellen die Einfamilienhäuser, da am Bau größerer Wohneinheiten kein Interesse besteht, Läden und Arbeitsstätten sind über den ganzen Ort verstreut, eine ausgesprochene Konzentrierung in einem Teil des Dorfes gibt es nicht. Zu den öffentlichen Einrichtungen wurden von mir auch die Häuser der katholischen Kirche in Ockstadt gezählt, da sie oft zu sozialen Zwecken benutzt werden, wie das Jugendheim in der Waldstraße und der Kindergarten in der Gartenstraße. Weitere öffentliche Einrichtungen sind das Gemeindehaus in der Burg (+) die Schule in der Waldstraße, und eine Poststelle in der Eichelsgartenstraße (+) . So ist vor allem aus dem Funktionnwandel der Gebäude im Ortskern und der Bebauung eines neuen Viertels ein Wandel in der gesellschaftlichen und beruflichen Struktur ersichtlich, der in den nächsten Kapiteln weiter beschrieben werden soll.

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